Hochschule für Wohnungswirtschaft, Bochum
Das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft entstand zwischen 1994 und 1996 nach den Plänen des Kölner Architekturbüros Walter von Lom auf dem Innovationspark Springorum in Bochum.
Mit über 1.000 Studierenden und einem breiten Angebot an Aus-, Fort- und Weiterbildungen zählt es zu den führenden Bildungseinrichtungen der Immobilienwirtschaft in Deutschland.
Modernisierung des Hotelkomplexes
Das angeschlossene Campushotel bietet Unterkunft für Seminarteilnehmer, Tagungsgäste, Studierende und Berufsschüler. Die vier Gebäude sind über Laubengänge verbunden und enthalten Hotelmodule, die aus zwei gegenüberliegenden Zimmern mit jeweils eigenem Bad bestehen. Weitere Zimmer, ausgestattet mit Einzel- oder Doppelbetten, verfügen zusätzlich über einen Vorraum mit Garderobe. Um den wachsenden Ansprüchen an Komfort und Ausstattung gerecht zu werden, wurden P+ Architekten Ingenieure mit der Planung einer umfassenden Modernisierung beauftragt.
Umfangreiche Planung und Koordination
Im Rahmen der Substanzerkundung wurden zunächst Bauschäden und Schadstoffe lokalisiert. Zusätzlich stellte sich heraus, dass einige brandschutztechnische Leitungen und Schottungen nicht fachgerecht ausgeführt waren. Die Planung wurde daher um eine brandschutztechnische Sanierung der Installationsschächte erweitert. Damit wurde nicht nur die Koordination sämtlicher beteiligter Gewerke komplexer sondern musste auch auf die Kostensteigerungen und Ausweitung der Bauzeiten angemessen reagiert werden.
Erstellung eines digitalen Gebäudemodells
Ein digitales Gebäudemodell, erstellt aus einer Punktwolke, lieferte präzise Daten zu Mengen, Kosten und Bauzeit. In einem Testlauf wurden die technische Umsetzbarkeit und die prognostizierte Bauzeit geprüft. Aufgrund der hohen Auslastung ausführender Heizung-, Lüftung-, Sanitär-Gewerke (HLS) fand sich selbst nach zwei Ausschreibungsrunden kein geeigneter Anbieter für die geplante Bauzeit in den Sommerferien 2023. Die Arbeiten wurden daher um ein Jahr verschoben.
Partnerschaftliche Projektsteuerung
Die Zusammenarbeit mit der Projektsteuerung durch Drees und Sommer verlief partnerschaftlich und konstruktiv. In einem gemeinsamen Lean-Construction-Workshop wurde die Bauabfolge optmiert. In wöchentlichen Besprechungen wurde dann der jeweilige Baufortschritt erörtert, Probleme frühzeitig erkannt und konstruktiv gelöst.
Umsetzung in zwei Bauabschnitten
Um den Hotelbetrieb aufrechtzuerhalten wurde in zwei alternierenden Bauabschnitten mit den erforderliche Sanierungsmaßnahmen begonnen. Neben der Verlegung einer neuen DV-Verkabelung wurden zunächst die Ver- und Entsorgungsschächte der Badezimmer saniert. Anschließend wurden sämtliche Sanitärinstallationen sowie alle Wand-, Boden und Deckenflächen der Zimmer erneuert. Der gestalterische Zielkatalog inklusive Möblierung stammte vom Büro Pfeiffer. Die gesamte Hotelsanierung fand im Dezember 2024 ihren Abschluss.
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