Westfälisches Schulmuseum, Dortmund

Das Westfälische Schulmuseum im Dortmunder Stadtteil Marten wurde 1905 als Schulgebäude errichtet und bis in die 1970er-Jahre als solches genutzt. Seit 1990 dient es als Museum und beherbergt eine der bedeutendsten schulhistorischen Sammlungen Deutschlands. P+ Architekten Ingenieure wurden als Generalplaner beauftragt, die Sanierung und den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes für eine zeitgemäße Ausstellung zu planen.

Kernsanierung des gesamten Gebäudes
Das in Massivbauweise mit Stahl-/Holzbalkendecken errichtete Gebäude wird brandschutztechnisch ertüchtigt. Die Eingangssituation wird an zukünftige Nutzungsanforderungen angepasst und das Dach erhält eine Photovoltaik-Anlage. Die Barrierefreiheit wird durch den Einbau eines Aufzuges verbessert und sämtliche WC-Anlagen werden erneuert. Die über 100 Jahre alte Backsteinfassade wird instandgesetzt und das Kellergeschoss wird saniert. Das Gebäude erhält wieder Sprossenfenster aus Holz und neue Bodenbeläge. Zudem werden die Freianlagen überplant.

Neues Ausstellungskonzept mit Themenräumen
Parallel zur Umbauplanung entwickelt das Büro Demirag ein neues Ausstellungskonzept. Die Schulgeschichte wird künftig in Themenräumen präsentiert, die das Schulleben und die Lehrmethoden vergangener Zeiten und verschiedener Generationen zeigen. Der historische Schulraum um 1900 bleibt erhalten.

Abstimmung mit dem Denkmalschutz
Neben den Ausstellungsräumen entstehen zwei Seminar- bzw. Multifunktionsräume sowie zusätzliche Büros und Räume zur Ausstellungsvorbereitung. Alle Maßnahmen werden mit den Belangen des Denkmalschutzes abgestimmt. Anhand historischer Fotos und durchgeführter Bauforschung wird zum Beispiel der ursprüngliche Bauzustand des Treppenraums wieder hergestellt.

Die umfangreiche Planung und die anschließende Sanierungs- und Umbauphase sollen bis 2028 abgeschlossen sein.

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