Neubau Dreifach-Sporthalle, Dortmund Aplerbeck
Die Stadt Dortmund plant im Stadtbezirk Aplerbeck den Neubau einer Dreifach Sporthalle, die von vier Schulen (Emscherschule Aplerbeck, Albrecht-Dürer-Realschule, Adolf-Schulte-Schule, Gymnasium an der Schweizer Allee) und mehreren Sportvereinen genutzt werden soll.
Für die rund 2.750 Quadratmeter große Halle mit Platz für bis zu 500 Zuschauern erhielten P+ Architekten Ingenieure einen Generalplaner-Auftrag zur Vorplanung und der Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Ab der Leistungsphase 3 wird ein Generalunternehmer die Planung und Ausführung übernehmen. P+ Architekten Ingenieure werden das Projekt im Rahmen der Qualitätssicherung bis zur Fertigstellung begleiten.
Neubau im Einklang mit DIS und Schulbauleitlinie
Das Erdgeschoss besteht aus einem Betonsockel, der mit einer Fassadenbekeidung aus Holz versehen wird. Der straßenseitig zurückspringende obere Hallenbereich wird mit langlebigen HPL-Platten verkleidet.
Das Raumprogramm folgt den Vorgaben der Dortmunder Schulbauleitlinie und umfasst zusätzlich einen 80 Quadratmeter großen Mehrzweckraum sowie einen 40 Quadratmeter großen Seminarraum. Der überdachte Haupteingang auf der Südostseite führt ins Foyer, das zusammen mit den angrenzenden Räumen auf der Südseite großzügige Ausblicke auf den vorhandenen Baumbestand bietet. Über einen Flur mit senkrechten Fensteröffnungen werden die Nutzer zu den Umkleiden und in die Sporthalle geleitet. Die oberen Hallenbereiche sind nach Osten und Westen mit transluszenten Fensteröffnungen versehen. Eine hochwertige Prallwand aus Holz prägt die Innenausstattung der Halle.
Flexibles Lüftungskonzept
Das Gebäude verfügt über ein flexibles Lüftungskonzept: Bei Veranstaltungen arbeitet die Anlage mit Wärmerückgewinnung, während im Vereins- und Schulbetrieb eine natürliche Lüftung gewährleistet werden kann. Auf dem Hallendach wird eine Photovoltaikanlage mit 99 kWp Leistung zur Eigenversorgung mit Strom installiert. Die Wärmeversorgung erfolgt über mehrere Wärmepumpen.
Dach- und Fassadenbegrünung
Gemäß den Dortmunder Immobilienstandards (DIS) und der Schulbauleitlinie erhält das Gebäude eine Dachbegrünung auf rund 1.250 Quadratmeter. Diese wirkt einerseits klimaregulierend und dient darüber hinaus als Retentionsfläche bei Starkregen. Die geschlossene Nordseite des Gebäudes erhält eine bodengebundene Fassadenbegrünung.
Intensive Abstimmung mit zweitem Bauprojekt
Parallel zum Bau der Sporthalle wird auf dem gleichen Grundstück ein Neubau die bestehende Jugendfreizeitstätte ersetzen. Bei der Planung beider Maßnahmen wurde ein besonderer Fokus auf der Flächenoptimierung beider Baukörper gelegt, um u. a. den vorhandenen Baumbestand weitestgehend zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit dem zweiten beauftragten Büro rund um Erschließung, Gestaltung, Flächennutzung, Baustelleneinrichtung und Ausschreibungen verlief zielorientiert und partnerschaftlich.







